Wednesday, March 15, 2006
Monday, March 13, 2006
wer die welt
mit meinen augen sehen will schaut jetz auch immer mal hier rein.
weil erstens blogger nervt und zweitens brauchte ich was neues!
weil erstens blogger nervt und zweitens brauchte ich was neues!
Sunday, March 05, 2006
Wednesday, February 22, 2006
Puppet on a string
Ich hab mir schon immer gedacht das Mr. President nur
ferngesteuert ist. Hier kann jeder Präsident spielen!
ferngesteuert ist. Hier kann jeder Präsident spielen!
Sunday, January 22, 2006
Freiheit und Individualität
Freiheit und der Aufbau von Individualität sind immer Ergebnis eines Befreiungskampfes und der individuellen Abgrenzung gegenüber Unterdrückung und Kontrolle durch die Gruppe und durch Autoritäten. Sogar die freiwillige Entscheidung, sich einer Autorität zu unterwerfen und diese Unterwerfung beizubehalten, so wie es in jeder freiwilligen Vereinigung der Fall ist, verkörpert immer solch einen permanenten Kampf.
Dieser Form unsrer Verhältnisse gegenüber zeigt sich Freiheit als ein fortwährender Befreiungsprozess, als ein Kampf nicht nur um die Unabhängigkeit des Ich, sondern auch um das Recht, selbst in der Abhängigkeit in jedem Augenblick mit freiem Willen zu beharren - als ein Kampf der nach jedem Siege erneuert werden muss. Die Ungebundenheit als negativ-soziales Verhalten ist also in Wirklichkeit fast niemals ein ruhender Besitz, sondern ein unaufhörliches Sichlösen aus Bindungen, die unaufhörlich das Fürsichsein des Individuums entweder real einschränken oder ideell einzuschränken streben; die Freiheit ist kein solipsistisches Sein, sondern ein soziologisches Tun, kein auf die Einzahl des Subjektes beschränkter Zustand, sondern ein Verhältnis, wenn auch freilich vom Standpunkt des einen Subjekts aus betrachtet.
Georg Simmel
Dieser Form unsrer Verhältnisse gegenüber zeigt sich Freiheit als ein fortwährender Befreiungsprozess, als ein Kampf nicht nur um die Unabhängigkeit des Ich, sondern auch um das Recht, selbst in der Abhängigkeit in jedem Augenblick mit freiem Willen zu beharren - als ein Kampf der nach jedem Siege erneuert werden muss. Die Ungebundenheit als negativ-soziales Verhalten ist also in Wirklichkeit fast niemals ein ruhender Besitz, sondern ein unaufhörliches Sichlösen aus Bindungen, die unaufhörlich das Fürsichsein des Individuums entweder real einschränken oder ideell einzuschränken streben; die Freiheit ist kein solipsistisches Sein, sondern ein soziologisches Tun, kein auf die Einzahl des Subjektes beschränkter Zustand, sondern ein Verhältnis, wenn auch freilich vom Standpunkt des einen Subjekts aus betrachtet.
Georg Simmel
Saturday, January 21, 2006
Kommunikation
Einführung der Kommunikationen als Grundelemente sozialer Systeme.
Kommunikationen werden in Handlungen konkretisiert, die den Akteuren zugerechnet werden. Wenn Akteure einander treffen, werden sie mit dem Problem der doppelten Kontingenz (Zufälligkeit) konfrontiert. Dies ist die Ausgangssituation, in der die Akteure für einander Bedeutung erlangen. Was Ego tut, wird für Alter bei der Planung seiner Handlungen sehr wichtig. Was immer auch Ego tut, hat für Alter eine Bedeutung. Die Bedeutung von Egos Handeln ist eine Auswahl aus einer vielzahl von Möglichkeiten. Sie impliziert einen fundamentalen Unterschied, nämlich den Unterschied zwischen dem, was tatsächlich existiert und den vielen Möglichkeiten, die existieren könnten. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Identität der tatsächlichen Bedeutung des Hier und Jetzt und dem Unterschied innerhalb der vielen alternativen Möglichkeiten, die anders geartet sind. Dieser grundlegende, doppelte Unterschied in der Erfassung und Verarbeitung von Sinn ist die treibende Kraft für die Kommunikation.
Sinn ist stets eine Auswahl zwischen Alternativen und bezieht sich trotzdem auf diese Alternativen, die als künftige Möglichkeiten weiterhin Bestand haben. Die Verarbeitung von Sinn setzt einerseits Grenzen durch Auswahl, erweitert aber andererseits den Handlungshorizont, weil sich die Auswahl von Sinn auch auf das bezieht, was nicht ausgewählt wurde, aber hätte gewählt werden können oder noch gewählt werden könnte. Aufgrund dieser doppelten Natur der Reduktion und Produktion von Komplexität hat auch die Verarbeitung von Sinn einschränkende und erweiternde Auswirkungen auf nachfolgende Handlungen: Sie schränkt den Spielraum für sinnhafte Anschlüsse an den übertragenen Sinn ein, präsentiert aber auch eine ganze Reihe von Alternativen, die aufgegriffen werden könnten, um die Interaktion fortzusetzen.
Diese Spannung (Unterschied) zwischen tatsächlichem und möglichem Sinn ist die Kraft, die alle Kommunikation davor bewahrt, in einem Konsens zu enden und sie statt dessen vorwärts treibt; ihre endlose Aufgabe ist dabei der Abbau von Komplexität durch Auswahl von Sinn und Steigerung der vorstellbaren Komplexität durch gleichzeitigen Bezug auf das, was hätte ausgewählt werden können und noch ausgewählt werden könnte.
Konsens wäre somit das Ende der Kommunikation.
Auszug aus Walter Münch's Abfassungen zu Niklas Luhmanns Systemtheorie
Kommunikationen werden in Handlungen konkretisiert, die den Akteuren zugerechnet werden. Wenn Akteure einander treffen, werden sie mit dem Problem der doppelten Kontingenz (Zufälligkeit) konfrontiert. Dies ist die Ausgangssituation, in der die Akteure für einander Bedeutung erlangen. Was Ego tut, wird für Alter bei der Planung seiner Handlungen sehr wichtig. Was immer auch Ego tut, hat für Alter eine Bedeutung. Die Bedeutung von Egos Handeln ist eine Auswahl aus einer vielzahl von Möglichkeiten. Sie impliziert einen fundamentalen Unterschied, nämlich den Unterschied zwischen dem, was tatsächlich existiert und den vielen Möglichkeiten, die existieren könnten. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Identität der tatsächlichen Bedeutung des Hier und Jetzt und dem Unterschied innerhalb der vielen alternativen Möglichkeiten, die anders geartet sind. Dieser grundlegende, doppelte Unterschied in der Erfassung und Verarbeitung von Sinn ist die treibende Kraft für die Kommunikation.
Sinn ist stets eine Auswahl zwischen Alternativen und bezieht sich trotzdem auf diese Alternativen, die als künftige Möglichkeiten weiterhin Bestand haben. Die Verarbeitung von Sinn setzt einerseits Grenzen durch Auswahl, erweitert aber andererseits den Handlungshorizont, weil sich die Auswahl von Sinn auch auf das bezieht, was nicht ausgewählt wurde, aber hätte gewählt werden können oder noch gewählt werden könnte. Aufgrund dieser doppelten Natur der Reduktion und Produktion von Komplexität hat auch die Verarbeitung von Sinn einschränkende und erweiternde Auswirkungen auf nachfolgende Handlungen: Sie schränkt den Spielraum für sinnhafte Anschlüsse an den übertragenen Sinn ein, präsentiert aber auch eine ganze Reihe von Alternativen, die aufgegriffen werden könnten, um die Interaktion fortzusetzen.
Diese Spannung (Unterschied) zwischen tatsächlichem und möglichem Sinn ist die Kraft, die alle Kommunikation davor bewahrt, in einem Konsens zu enden und sie statt dessen vorwärts treibt; ihre endlose Aufgabe ist dabei der Abbau von Komplexität durch Auswahl von Sinn und Steigerung der vorstellbaren Komplexität durch gleichzeitigen Bezug auf das, was hätte ausgewählt werden können und noch ausgewählt werden könnte.
Konsens wäre somit das Ende der Kommunikation.
Auszug aus Walter Münch's Abfassungen zu Niklas Luhmanns Systemtheorie
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